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Praxischeck: TomTom Curfer – Telemetrie an Bord

Praxischeck: TomTom Curfer – Telemetrie an Bord

Wir kennen das Thema aus dem Motorsport. Der Wagen sendet permanent Daten an die Boxencrew und die weiß, was der Fahrer besser machen könnte. Mit dem TomTom Curfer kann der Alltagsfahrer in einer App ablesen, ob er ein Cruiser oder ein Rennfahrer ist. Wir haben den Curfer getestet und erfahren, wieviele Kurven wir auf einer Tour durchfahren haben.

Es waren 197 auf einer recht langen Landstrassen-Tour. Wir haben oft etwas heftig gebremst, wir haben den Wagen nicht wirklich gehetzt und wir waren eigentlich immer im mittleren Drehzahlbereich unterwegs. Der Curfer hat gut aufgepasst und brav alle Daten gesammelt, er hat leider keine Ahnung, ob wir verbrauchsorientiert unterwegs waren, geschweige denn, wieviel Treibstoff wir überhaupt verbraucht haben. Das ist schade, denn das Thema Effizienz und Treibstoff ist derzeit überaus wichtig. Unser Testwagen: 911 GTS Cabriolet.

Praxistest TomTom Curfer – Telemetrie an Bord. So klein wie eine halbe Zigarettenschachtel und sehr fleissig beim Sammeln von Daten. der Curfer von TomTom ist recht neugierig.

Praxistest TomTom Curfer – Telemetrie an Bord. So klein wie eine halbe Zigarettenschachtel und sehr fleissig beim Sammeln von Daten. Der Curfer von TomTom ist recht neugierig.

Was also kann der Curfer? Er ist wird an die Datenschnittstelle des Fahrzeuges gesteckt und überträgt alle möglichen Daten des Wagens an die zum Curver gehörige App. Dort werden alle Daten gesammelt und in verschiedenen Kategorien aufgezeigt. Die Liste der Informationen ist lang und eindrucksvoll. Batteriespannung, Luftmassenstrom, Drosselklappenstellung oder Saugrohrdruck. Das alles klingt nach Werkstatt oder Infos für den Fachmann und die meisten Autofahrer werden sich eher für die Auswertung all dieser Daten interessieren.

TomTom Curfer: Wie fährst Du?

Der Curfer ist etwa halb so gross wie eine Zigarretten-Schachtel und er wird in die OBD-Buchse gesteckt. Die OBD-Buchse findet man meist unter dem Armaturenbrett auf der Fahrerseite. Vorher lädt man die Curfer-App auf sein Smartphone und verbindet diese mit dem Curfer per Bluetooth. Der Curfer meldet Betriebsbereitschaft durch ein blaues, blinkendes Licht. Die App sollte dann ebenfalls aktiv werden und die ersten Daten anzeigen. Wirklich aktiv wird der Curfer natürlich erst während der Fahrt. Er ist ein Datensammler und ein Datenaufbereiter und die Daten, die er sammelt beziehen sich auf die Fahrweise und die dazu notwendigen Fakten. Er weiß also, wieviele Kurven gefahren wurden, wieviele Bremsmanöver durchgeführt wurden und welche G-Kräfte dabei auf die Insassen gewirkt haben.

Nach gut zwei Stunden Fahrt, schauen wir uns unsere Tour an und wissen, dass wir maximal 254 km/h schnell waren, die Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt 73,9 km/h, beim Bremsen wurden maximal 0,65 g gemessen und in Kurven haben wir höchstens 0,50 g erreicht. Der Curfer nennt uns nun einen „Relaxed“-Fahrer und wir können nun unser Ergebnis mit anderen Curfer-Usern teilen. Bei einer anderen Tour haben wir den Status „Racer“ erreicht und dabei 337 kcal verbraucht. Zudem hat der Curfer jede unserer Touren aufgezeichnet, also Start- und Zielort, plus Uhrzeiten.

TomTom Curfer: Viele Daten, viele Infos

Was bringt der schwarze Kasten und wer braucht ihn? Es ist relativ einfach, der Curfer ist eine unterhaltsame Angelegenheit. Er kann jemand, der täglich die gleiche Strecke fährt, ein wenig über den Fahrstil und Optimierungs-Möglichkeiten aufzeigen. Die Anzahl der Bremsmanöver plus G-Kräfte hat direkten Einfluss auf den Verbrauch. Wer also mit mehr Effizienz unterwegs sein will, sollte über die App und den Curfer lernen, ob er mit weniger Brems- und Beschleunigung auskommen kann. Das sollte den Verbrauch senken. Oder er kann lernen, wie man den Wagen noch effektiver von A nach B lenkt. Dabei geht es um Durchschnittsgeschwindigkeit und Fahrzeiten.

Natürlich kann man im Curfer von TomTom auch eine Art Spielzeug sehen. Das Versenden der eigenen Fahrdaten an Gleichgesinnte weckt den Sportler in uns, man vergleicht sich mit anderen Autofahrern und kann lernt vermutlich Menschen kennen, die die gleiche Strecke mit einem ähnlichen Auto fahren. Es geht also auch um das Thema Community und Vernetzung. Eine Info noch: Der Curfer ist nicht für jedes Model geeignet, man sollte also unbedingt vorab auf der Website des Herstellers klären, ob der eigene Wagen überhaupt mit dem Curfer kompatibel ist.

Informationen: Tom Tom, www.tomtom.com

 

Bilder: TomTom, Ralf Bernert

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