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Praxischeck DS5: Der feine Netzwerker

Praxischeck DS5: Der feine Netzwerker

Das Innenleben des DS5 ist schon sehr anspruchsvoll. Feines Leder, sehr gute Verarbeitungsqualität und reichlich Platz. Ganz vorne sitzt ein Monitor und den kann man mit den Inhalten seines Smartphones füllen.

Die Tochter von Citroen heisst DS und die steht für Avantgarde, Ästhetik und natürlich auch für die Göttin aller französischen Automobile. Der DS5, jenes Model, dass bald vom DS7 Crossback als Flaggschiff der Marke DS abgelöst wird, verfügt über keine eigene Online-Anbindung. Wer mit dem Wagen ohne Handy online sein will, geht also leer aus. Und das ist bei einem Auto der Premium-Klasse doch recht enttäuschend.

Trotzdem ist der Franzose in puncto Vernetzung recht ordentlich ausgestattet. Das Display könnte natürlich größer sein, aber die Technik hinter dem Monitor arbeitet sehr schnell und sehr zuverlässig. Die Anbindung des Smartphones ist per USB-Kabel und per Bluetooth kein Problem. Wer beide Verbindungen gleichzeitig nutzen will, sollte auf Probleme gefasst sein. Das Abspielen von Musik zum Beispiel ist dann nicht möglich. Am besten man nutzt die USB-Buchse nur zum Aufladen.

DS5 - Praxischeck vernetztes Auto

Beim Thema Innenraum-Design spielt der DS5 ganz oben mit. Nur der Monitor könnte einen Tick größer sein.

Wir haben ein iPhone 6 per Bluetooth an unseren Testwagen angeschlossen. Die Apple CarPlay App wurde sofort aktiviert und auf dem Monitor des Wagens erschienen alle wichtigen Icons unseres Handys. Die Touchfunktion des Displays spricht sehr schnell an, der Wechsel zwischen den einzelnen Funktionen läuft reibungslos.

Die Navigation muss man nicht über CarPlay laufen lassen. DS hat dem Wagen ein sehr gutes 3D-Navi mit Farbdisplay und Echtzeit-Verkehrsnachrichten verpasst. Außerdem kann man sich Wettermeldungen, Restaurants, Parkhäuser und dauerhafte Gefahrenzonen anzeigen lassen. Wir haben das Navi auf einer rund 500 Kilometer langen Strecke ausgiebig getestet und können nicht meckern. Sogar die Sprachsteuerung läuft einwandfrei. Man muß dem System zuerst ein paar Grundbegriffe vorsagen, damit es sich an die Stimme gewöhnen kann. Danach gibt es im Grunde kaum Probleme.

DS5 ist ein  französische Vorleser

Die Kombination aus Apple CarPlay und dem Sprachsystem des DS ist eine wunderbare Angelegenheit. Man kann sich eine SMS vorlesen lassen oder eine diktieren, was leider manchmal recht mühselig ist, weil der Mensch nicht immer im Diktat-Modus ist und Formulierungen nicht sauber genug aussprechen kann. Auch deshalb haben wir unseren Versuch eines Diktats abgebrochen. Wir sind aber sicher, dass jemand der auf längere Sicht mit dem DS5 unterwegs, recht schnell seine Nachrichten per Sprachsteuerung übermitteln und absetzen kann.

Beim Thema Infotainment läuft fast alles auf die Netzanbindung des Handys hinaus. Wer auf dem Land unterwegs ist, sollte keine Verbindungswunder erwarten. Da ist der DS mit CarPlay keine Ausnahme. Bei guter Anbindung lassen sich Radiosender aus dem Netz abrufen, die Soundanlage im DS5 ist auch nicht die schlechteste.

Fazit: Praxischeck DS5

Der DS5, obwohl mit dem Anspruch eines Premium-Fahrzeuges beworben, ist beim Thema Vernetzung eine Etage zu tief angesiedelt. Apple CarPlay oder Android Auto sind heute auch eine Stufe tiefer Standard. Deshalb sollte Citroen bei seiner Tochter DS unbedingt nachrüsten. Auch der Monitor ist eine Spur zu klein. 7 Zoll sind bei Kleinwagen oder älteren Modellen okay. Bei einem Crossover der Preisklasse über 33.000 Euro sollte ein Connect-Paket im Preis inbegriffen sein.

Informationen: DS Automobiles, www.dsautomobiles.de

 

Bilder: DS Automobiles

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