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Mercedes-Benz Generation EQ: Connected Future

Mercedes-Benz Generation EQ: Connected Future

Mercedes-Benz Generation EQ: Connected Future. Auf dem Mondial in Paris zeigt Mercedes-Benz, wie die Zukunft der Marke mit dem Stern bald aussehen kann. „Emotion und Intelligenz“, unter diesem Motto fährt der Stuttgarter Konzern in eine vernetzte und emissionsfreie Zukunft. Wir haben uns das Konzept näher angeschaut.

Zuerst kommt das Design. Auf dem Messestand in Paris dreht sich eine recht futuristisch anmutende Studie. Halb SUV, halb Coupé. Uns fällt auf, dass der Wagen fast komplett ohne Fugen auskommt. Das soll den Luftwiderstand reduzieren. Zudem haben die Designer das Konzept-Fahrzeug mit reichlich blauer Beleuchtung versehen. Ein deutlicher Hinweis, dass hier ein Mercedes mit elektrischer Energie unterwegs ist. Dort, wo eigentlich die Tanköffnung sitzt, wird, blau beleuchtet, der Ladestecker angesetzt. Ganz klar, die Generation EQ fährt elektrisch in eine Connected Future.

Mit der Generation EQ will Mercedes in eine vernetzte Zukunft fahren

Im Innenraum setzt sich die futuristische Reise fort. Leichte Materialien, viel Raum und vor allem jede Menge Monitor. Für den Fahrer wurde ein flacher und sehr großer Bildschirm vorgesehen. Das Cockpit der Zukunft liefert alle Daten gestochen scharf auf einem 24-Zoll-Monitor. Ein zweiter Monitor sitzt in der Mittelkonsole. Konventionelle Schalter findet man auch, aber die muß man suchen. Lediglich die Sitzverstellung wird noch nach altem Muster vorgenommen.

Bei Fahrzeugen der Generation EQ will Mercedes-Benz auch induktives Laden ermöglichen.

Bei Fahrzeugen der Generation EQ will Mercedes-Benz auch induktives Laden ermöglichen.

Neben dem Antrieb mit einem neuen Batterie-Konzept zeigt Mercedes mit dem EQ-Fahrzeug auch, wie man in Zukunft mit dem Fahrzeug kommuniziert. „Car to X“ nennt das Mercedes-Benz. Dabei stehen Sicherheit, Navigation und Energieversorgung im Vordergrund.

Durch die Zusammenarbeit mit dem Navigations-Service „Here“ kann die 3D-Ansicht des großen Monitors richtig punkten. Restaurants, Tankstellen, Hotels, im Grunde alle wichtigen Navigationsziele werden besonders hervor gehoben. Verfügbare Ladestationen werden auf dem Monitor extra beleuchtet. Das System kann während der Fahrt anzeigen, ob die verfügbare Energie noch bis zu gewünschten Ladestation ausreicht und wie lange voraussichtlich der Ladevorgang dauert, um den Wagen bis Endziel zu bringen.

Generation EQ – Eine Kombination aus E-Antrieb und digitaler Kommunikation

Das Thema Car to X ist für Mercedes besonders wichtig, weil es hier um Sicherheit und Unfallvermeidung geht. Das EQ-Fahrzeug soll nicht mit anderen Fahrzeugen Informationen austauschen können, eine Kommunikation mit Verkehrsleitstellen, Verkehrsclubs oder der Polizei soll ebenfalls möglich sein. Die komplette Kommunikationstechnik an Bord des Fahrzeuges soll mit allen relevanten Assistenzsystemen an Bord verbunden werden. Vorstellbar wäre eine Reduktion der Motorleistung, weil die zu fahrende Strecke bis zum nächsten Ladepunkt nur mit deutlich niedrigerem Energieverbrauch zu schaffen ist. Oder das System erkennt eine Strecke, die sich besonders gut zum Rekuperieren, als Aufladen während der Fahrt eignet. Mercedes-Benz bleibt bei den Anwendungsmöglichkeiten der Netztechnik noch recht ungenau.

Die Generation EQ von Mercedes-Benz soll mehr Lounge und klare Kommunikation sein.

Die Generation EQ von Mercedes-Benz soll mehr Lounge und klare Kommunikation sein.

Bei den Fahrleistungen nennt Mercedes lediglich ein paar Eckdaten. Man spricht von einer maximalen Reichweite von 500 Kilometern, bei einer Gesamtkapazität der Batterie von 70 kW/h. Der Ladevorgang soll bis 150 kW betragen, die Stuttgarter planen aber mittelfristig mit Leistungen um 300 kW, das heisst, 100 km Reichweite sollen in fünf Minuten geladen sein.

Wie zu erwarten, legt sich Mercedes-Benz nicht sehr weit aus dem Fenster. Das in Paris vorgestellte Fahrzeug ist noch recht weit von der Serie entfernt. Aktuell hat Daimler mit der B-Klasse und dem Smart zwei E-Fahrzeuge im Programm. Die „Generation EQ“ wird, ähnlich dem Konzept von BMW, eine ganze Flotte an voll vernetzten und elektrisch angetrieben umfassen. Wann die ersten Fahrzeuge zu welchen Preisen am Markt verfügbar sein sollen, läßt Mercedes-Benz offen. Aber das Konzept zeigt, dass nun der zweite große Hersteller beim Thema Vernetzung und Elektrifizierung größere Investitionen plant und wohl auch umsetzen wird.

Informationen: Mercedes Benz, www.mercedes-benz.de

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