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Audi e-tron: Schnellader aus Ingolstadt

Audi e-tron: Schnellader aus Ingolstadt

Elektroautos fahren mit zwei Herausforderungen durch unsere Köpfe. Reichweite und Ladedauer. Für die Reichweite wird derzeit an starken und leichten Akkus gearbeitet. Beim Aufladen an der Steckdose sind noch immer Potenziale vorhanden. Audi e-tron setzt nun zum Sprung auf die 150 kW-Ladeleistung an.

Gastautor: Ralf Bernert

Ein Tesla verkraftet bis zu 130 kW Ladeleistung  und Supercharger sind  bei diesem Spiel mit von der Partie. Genau deshalb kann man mit der US-Limousine nach zwei Kaffee und drei Zigaretten wieder 300 Kilometer fahren. Audi will hier mitspielen und geht bei der Thematik Ladeleistung nun einen starken Schritt nach vorn. Die Ingolstädter sind seit kurzer Zeit  Teil der CharIN Initiative. Sie kümmert sich intensiv um die Etablierung einheitlicher, technischer Standards beim Thema Schnelladlung elektrisch angetriebener Fahrzeuge. Genau das ist in Europa ein wichtiges Thema. Erst wenn Stecker und Steckdose zusammen passen, können schnelle Ladevorgänge überall angeboten werden. Und 150 kW sind derzeit noch die absolute Ausnahme.

Audi e-tron Frontansicht

Mit dem e-tron quattro concept zeigt Audi, wie man sich die mobile Zukunft vorstellt. Bis zu 130 kW Schnelladung, dann noch einen Tick schneller und vor allem induktiv (Bild: Audi).

Audi e-tron mit beim neuen Standard dabei

Zwei technische Innovationen stehen derzeit kurz vor der Marktreife. Schnelladen mit 150 kW Leistung und induktives Laden mit bis zu 150 kW. In beiden Feldern ist Audi verstärkt aktiv. Die Ingolstädter sehen bei der Schnelladlung per Gleich- und Wechselstrom über ein einheitliches System eine Lösung, die bald in Serie gehen soll.

Audi e-tron - Aufbau und Funktionen

Mehr Raum für Komfort. In Verbindung mit dem Schnellader- und bald auch dem Induktiv-Ladesystem werden E-Fahrzeuge wesentlich praxisnäher unterwegs sein (Bild: Audi).

Voraussetzung ist die technische Anpassung von Ladestation und Fahrzeug. Bei Audi sind derzeit der Audi e-tron R8 und  quattro concept dafür vorgesehen. Sobald die ersten Ladestationen mit dem EU-Standard CCS und der entsprechenden Leistung zur Verfügung stehen, können alle Fahrzeuge der beiden Audi e-tron Modelle mit der 150 kW-Leistung den Service nutzen.

Ricky Hudi, Leiter Entwicklung Elektrik/Elektronik der AUDI AG, auf dem Kongress „Electronics in Vehicles“ (ELIV) in Baden-Baden zum Thema:

„Bei den Schnell-Ladestationen setzen wir gemeinsam mit unseren Partnern in der Initiative CharIN voll auf den CCS-Standard. Er ist leistungsfähig, ausgereift und komfortabel“

Induktives Laden in der Praxis

Das Thema Induktives Laden soll primär den privaten Sektor bedienen. Dabei wird über eine Bodenplatte Wechselstrom in die Stromspeicher des Fahrzeuges geladen. Derzeit sind bis zu 11 kW  Ladeleistung denkbar. Der Fahrer bewegt das Fahrzeug über Anweisungen im Display entweder selbst oder das Fahrzeug kann sich per Pilot eigenständig auf die korrekte Position manövrieren.

Audi e-tron: Ladestation Prototype

Ab 2017 soll die Technik des Induktiven Ladens auf den Markt kommen. Damit würde sich die Ladezeit auf maximal 50 Minuten reduzieren.

Die Induktionstechnik eignet sich besonders gut auf Firmenparkplätzen oder in der heimischen Garage, da der Ladevorgang in den ersten Ausbaustufen noch recht lange dauert. Weil sich das Wechselfeld nur dann aufbaut, wenn ein Auto über der Fläche steht und die Spule aktiv ist, stellt es keinerlei Gefahr für Menschen oder Tiere dar. Der kleine Luftspalt verhindert, dass das Magnetfeld elektronische Geräte stört. Kosten und Lieferzeiten sind derzeit noch nicht bekannt.

Informationen: Audi, www.audi.de

Startbild: Audi

Über den Autor:

Ralf Bernert ist Chefredakteur von „Exclusive-Life – das Online-Magazin für den besonderen Lifestyle„. Dort schreibt er über Erfahrungen rund um das Automobil, Reisen und Handwerkskunst.

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